Bass Cutz
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Das Elend vieler Musiker ist ja leider, dass sie mit zunehmendem Alter nur noch aus dem eigenen alten Repertoire schöpfen, sich selbst zitieren und langweilen. Umso bewundernswerter ist es, wenn "alte Säcke" ihre Neugierde nicht verlieren und sich auf zu neuen Ufern machen. Wie das Can-Urgestein Holger Czukay (1938 geboren), Brian Eno (Baujahr 1948) oder auch Helmut Hattler. Der hatte in den Siebzigern mietfrei im Teutoburger Wald in einem Bauernhof von Graf Metternich gelebt, viele Drogen genascht, sich mit asiatischer und orientalischer Musik auseinander gesetzt und mit der Band Kraan ordentlich krautgerockt. Mit Bassball ließ er korrekten Jazzrock folgen, und als Hattler schwirrt der filigrane Bassspieler nun ausgeglichen zwischen Vergangenheit und Zukunft auf Basscuts umher.
Exemplarisch für Hattlers musikalische Weitsicht steht das Stück "Delhi News", das Okzident und Orient, Moderne und Tradition vereint. Jazzrock-Themen, Klangteppiche, orientalisches Sitarspiel und wuchtige Dancefloor-Beats vermischen sich zu einem wahren Multikulti-Track, der von Deep-Dive-Corp. gemixt wurde. Ob Dancefloor-Jazz, House-Rhythmen oder Clubsounds, Basscuts kennt keine Tabus, begibt sich aber auch nicht auf die Suche nach Innovationen. 52 Jahre ist Hattler eine Woche vor Veröffentlichung des Albums geworden. Es ist ihm nicht anzuhören. --Sven Niechziol.