So wie Wir heute dastehen
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PRODUKTBESCHREIBUNGEN
KURZBESCHREIBUNG
Das Cover lässt zunächst Schlimmes erahnen. Zwei Baseball-Bekappte Typen mit Sonnebrillen, wie sie in den Szenevierteln Berlins rudelweise herumlaufen, um sich und ihre "Projekte" ins Gespräch zu bringen. Doch Fehlalarm. Johannes Finke und Daniel Vujanic, die Macher hinter The Camping Group sind in Wirklichkeit aus Stuttgart und nebenbei gesagt großartig. Ihr Debütalbum "So wie wir heute dastehen" ist ein herrlicher Bastard irgendwo zwischen Elektro-Pop, Diskursrock, Indie und auch eine Prise NDW der besseren Sorte hat hier deutliche Spuren hinterlassen. Johannes Finke hat bereits mehrere Gedichtbände veröffentlicht, was dem textlichen Niveau nicht schadet und so findet sich hinter herausgebrüllten Slogans wie "Humanismus ist kein Sportverein" doch immer eine zweite Ebene. Diskurs eben. Und das es nach wie vor Menschen gibt, die sich eher kryptisch mit den Themen unserer Zeit auseinandersetzen statt in die bürgerliche Idylle der Botanik oder Tierwelt abzutauchen, sei hier auch positiv erwähnt. Wer den vorherigen Satz übrigens für einen Blumfeld/Kante-Diss hält, hat einfach zuviel Phantasie. Der dowloadbare Song "Party In Den Dünen" ist ein exklusiver Non-Album-Track und sei hiermit schwerstens empfohlen.
REZENSION
Wir stehn am Abgrund / Sind wie Trabanten / Schmeißen Sachen runter / Die wir auf dem Weg her fanden . Hoppla, auf dem Debütalbum dieser Trabanten, die sich The Camping Group nennen, gibt es jede Menge erhellende Sounds, Stücke, Songfragmente für die Zeit jenseits des Zeitgeistes und den dabei erfassend und, yeah, überholend. Das alles wunderbar locker formuliert von Master of Ceremony und Sänger Johannes Finke, der noch dazu eine so angenehme, beinah-tiefe Stimme hat, dass man sich von diesem nie etwas beschönigenden, aber kraftvoll optimistischen Gefiepe, Gefunkel (& Gefinkel) auch wirklich berühren lässt. Das ist alles nicht neu / Es wird nur wieder Zeit / Und die Getränke stehn auch schon längst bereit und es hat nichts zu tun mit Vergangenheit. Und wie die Camping Group, schön beiläufig melodiös und appelativ, mehr Electro denn Gitarrensound abspult aber mit dem Spirit von hedonistischem Gitarrensongwriting, klingt es für einen Moment irgendwie doch neu. Punktronics und Digital Indierock und Balearenbolz nennt das Duo (der zweite Mann heißt Daniel Vujaric) fantasievoll seinen Stil. Herausgekommen ist eines der originelleren deutschsprachigen Alben. Hier wird mit 80s-Retro-Zitaten nur noch gespielt, um mit dem Moment zu ringen. Begierig hört man sich Song um Song an und freut sich schon auf den nächsten, weil alles so schnell gehen muss und trotzdem jede Sekunde ausgekostet wird. Die sich oft von der Kälte zu mehr Wärme hin entwickelnden Lieder haben so tolle Titel wie Humanismus ist kein Sportverein ( Nein, nein, nein! schreit Finke, komm lass es sein , gerade weil ihm offenbar am Humanismus echt was liegt aber mehr zwischen den Zeilen), Fantasy Filmfest Girl oder auch mal Radarherzen und Zeitlochen (der Sänger hat übrigens schon mehrere Gedichtbände veröffentlicht). So aufgeregt-heiter und angriffslustig-drüber zugleich hat man sich doch eigentlich eine zweite NDW gewünscht, oder nicht? Auch mal experimentell, trotzdem direk (intro)
Gegen die ästhetische Blindheit File under "Postrock/Indierock" steht fast schüchtern auf dem Waschzettel. Diese Tiefstapler! The Camping Group haben eine der spannendsten deutschsprachigen Platten des Jahres am Start. (tonspion)
Gegen die ästhetische Blindheit File under "Postrock/Indierock" steht fast schüchtern auf dem Waschzettel. Diese Tiefstapler! The Camping Group haben eine der spannendsten deutschsprachigen Platten des Jahres am Start. (tonspion).