Yellow Moon
Neville Brothers
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Release Date: 01/01/2010
PRODUKTBESCHREIBUNGEN
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Yellow Moon
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Die Neville Brothers sind eine New Orleanser Institution. Ihre Stimmen, von denen jede einzelne ein eigenes Klangbild malt, geben ein harmonisches Gesamtbild ab. Für Yellow Moon holten sie sich die Unterstützung des Produzenten Daniel Lanois und verbanden so ihre Stimmen und Rhythmen mit den sumpfigen Traumlandschaften Lanois'. Die Percussion ist subtil, im Hintergrund verschmelzen die Gitarren miteinander und die Stimmen perforieren den ruhigen Nachthimmel, gleich dem Soundtrack zu einem alten Western. Zwei von Bob Dylans Protest-Songs ("With God on Our Side" und "The Ballad of Hollis Brown") werden in Form von modernen Hymnen zur spirituellen Versöhnung neu eingespielt. Der Sam-Cooke-Klassiker "A Change is Gonna Come" bleibt ein beneidenswertes Versprechen, während das eigene Material (der Titelsong "Sister Rosa" der von Rosa Parks handelt) zu den besten Songs der Gebrüder Neville zählt. Insgesamt bedeutet dieses Album weniger eine Rückkehr zu bekannten Formen als eine willkommene Loslösung von traditionellen Mustern. --Rob O'Connor
REZENSION
Aus der Ernüchterung über eine Pleite erwächst oft der Ansatz zu einem gro- ßen Wurf. Die Neville Brothers aus New Orleans wollten 1987 mit ihrer LP "Uptown" kommerziellen Reibach machen und ließen sich von ihrer damaligen Plattenfirma auf einen halbherzigen Plastik-Sound einschwören. Die Platte wurde zum Flop. Mit der Rückkehr zu A&M Records greifen Aaron, Charles, Cyril und Art Neville auf den Rhythm & Blues zurück, der seit Jahrhunderten im Missisippi-Delta brodelt. Unter der Produzentenaufsicht von Daniel Lanois (U2, Peter Gabriel) vibriert das neue Album "Yellow Moon" im Spannungsfeld des kulturellen Schmelztiegels an der Mississippi-Mündung. Gleich der erste Titel "Blood" weist den neuen Kurs: Ein dichter Perkussions-Sound untermalt die selbstbewußte Rückbe- sinnung der vier farbigen Musiker auf die Inspirationsquelle Afrika. Ein fetter Baß-Rhythmus durchströmt den Titelsong "Yellow Moon", der von einer fernöstlichen Schlangenbeschwörermelodie aus einem quäkenden Saxophon er- hellt wird. Furiose Rhythmus-Variationen bilden überhaupt einen reizvollen Kontrast zu den unterschiedlichen Stimmen der vier Neville-Brüder - ihr Aus- drucksspektrum reicht von Aarons schmachtendem Balladen-Tenor in "God On Our Side" bis zu Cyrils rappender Propaganda-Schnauze in "Sister Rosa". Dieser Song über die Farbige Rosa Parks greift ein brisantes Thema auf: Die furcht- lose Amerikanerin löste 1955 mit ihrem Sitzstreik in einem nur für Weiße reservierten Busabteil die Bürgerrechtsbewegung aus.
© Stereoplay -- Stereoplay
Die Brüder Aaron, Art, Charles und Cyril haben sich auf ihre Wurzeln beson- nen: Brodelnde Afro-Percussion, ein üppiger Reggae-Baß, herzzerreißende Balladen à la Sam Cooke und ausgefuchster Rhythm & Blues. Produzent Daniel Lanois (U2, Peter Gabriel) packte die New-Orleans-Melange stilsicher ein.
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