Copperopolis
Grant Lee Buffalo
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PRODUKTBESCHREIBUNGEN
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REZENSION
Manche Wunder dauern eben etwas länger: Vier Jahre lang spielten sich Sänger und Songschreiber Grant Lee Phillips, Schlagzeuger Joey Peters und Bassist und Sound-Spezialist Paul Kimble in Dutzenden von Clubs in Los Angeles die Finger wund, bevor sie 1993 endlich "Fuzzy" veröffentlichen konnten - ein Klasse-Debüt, dem aber trotzdem nur ein bescheidener kommerzieller Erfolg zuteil wurde. Doch das Trio glaubte an seine Sache und büffelte weiter: Wenigstens über Frankreich preschten Grant Lee Buffalo mit einer Folkrock-Stampede, die den drei Jungs ansehenswerte Verkaufszahlen bescherte. Grant Lee Phillips & Co. spielen Country-betonten Rock, der seinen Saft aus verschiedenen musikalischen Wurzeln zieht: Soul, Folk, Jazz und Gospel. "Archaisch" nennen die drei selbst ihre Musik und fahren dabei auf mythische Charaktere ab - wie auf ihrem Zweitwerk "Mighty Joe Moon" (siehe AUDIO live 10/1994). Dank ihres Neulings "Copperopolis" dürfte hoffentlich jetzt auch hierzulande endlich der Groschen fallen: Mit dieser Band steht uns was Großes ins Haus - Musik voller Saft und Kraft und intelligenter Arrangements. Die Stücke von Grant Lee Buffalo berauschen auch durch den ausdrucksstarken, facettenreichen Gesang ihres Bandleaders. So proben sie den Aufstand gegen allzu hektische Rhythmen. Mit fast schon trance-artigem Country-Rock feiert die Gruppe die Wiederentdeckung der Langsamkeit, ohne Langeweile zu produzieren. Sie kann aber auch mit unbändiger Energie losstampfen wie auf dem Opener "Homespun". Oder die Musiker lassen vom Hafer gestochen überraschend Gitarren flirren wie auf dem wundersam-melodiösen Song "Arousing Thunder". Grant Lee Buffalo haben ein Händchen dafür, mit sanften Violinenstrichen, Streicherwolken oder sonoren Saxophonen Akzente zu setzen, ohne Allgemeinplätze abzugrasen. In "Copperopolis" wohnt unprätentiöse, gescheite Musik - mit Country-Landliebe und Mystik gemacht, aber auch mit einem urbanen Touch - L.A. läßt grüßen. Dafür, daß auch der Sound stimmt, sorgte Paul Kimble. Als erfahrener High Ender und Studio-Freak sitzt der Mann selbst mit Vorliebe hinter den Reglern: "Die meisten Toningenieure haben so engstirnige Vorstellungen, das ist grausam".
© Audio -- Audio
Zwei Bands, die gar nicht weit auseinander sind: Hootie & The Blowfish wie Grant Lee Buffalo spielen melancholischen Folkrock mit dezentem Soul-Touch. Doch während die Hooties das mittelständische Amerika in seiner ganzen Normalität verkörpern, mimen Grant Lee Phillips und seine Band eher die Underdogs. Doch ob ihr Loser-Image so richtig authentisch ist? Eine eher akademische Frage angesichts der Klasse von "Copperopolis": eine Top-Platte voll melodischem Neo-Folkrock zwischen Byrds und Bruce Springsteen - auch wenn sie ruhig etwas mehr Rock'n'Roll-Biß vertragen hätte.
© Stereoplay -- Stereoplay