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Boom Bop

Jean-Paul Bourelly
Barcode 9006834106407
CD

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Genre: Rock
Label: Pao Records (Choice Music)
Number of Discs: 1

PRODUKTBESCHREIBUNGEN
AMAZON
Rau und erdig, groovy und bizarr: "Psychadelic Funk" nennt Jean-Paul Bourelly seine eindrücklichen Eindringlichkeiten, die sich dem aufgeschlossenen Hörer mit unerbittlicher Kontinuität in den Körper bohren. Aber es ist verwirrend: man weiß nicht so ganz, wo genau man hinspüren soll. Geht die Musik in den Bauch, oder mehr in den Fuß? Vertieft sich das neugierig analytische Ohr in die visionären Soundeffekte und Bourellys gitarristische Klangmodulationen, oder lässt es sich von Diops vollmundigem afrikanischen Gesang direkt aufs Herz verweisen?

Boom Bop ist ein experimentelles Album für Intellekt und Gefühl. Der Amerikaner hat sich für ein gewagtes und durchweg gelungenes Miteinander von afrikanischer Urtümlichkeit und städtischer Sonntagsaggressivität entschieden; es ist eine Art Crossover-Avantgardeprojekt der maximalen Kontraste. Skurril und doch vertraut, komplex im Detail und einfach in der Form: die zehn Bourelly-Stücke bauen allesamt auf gleich bleibenden Bass-Riffs auf, die sich metrisch vom Thema (soweit vorhanden) abheben, auch Polyrhythmen kommen vor, sperrige, ungerade Takte, die sich hinter dem stetig fließenden Puls verstecken. Minimalistisch der Harmonie- und Formverlauf, darüber schichtweise Klanglagen: gedrängt und dicht wirkt das Material, trotz kammermusikalischer Besetzung.

Mehrere Gitarren rumoren übereinander, ab und an eine frei einsetzende Saxofoninspiration (Archie Shepp). Bass (Reggie Washington oder Sequenzer) und Schlagzeug begleiten die Szene mit einer eigenartig unauffälligen Nervosität und Dominanz, und westafrikanische Percussionisten füllen die letzten akustischen Schlupflöcher mit meditativer Beharrlichkeit. Der stilistische Rahmen dieser konzentrierten Miniaturen lässt nur kleine Abweichungen zu: mal eher düster beschwörend, mal rockig oder rappend, auch mal rein akustisch gibt sich das durchgehend zart aggressive Klanggemisch zu Diops vokalen Wahrhaftigkeiten. --Katharina Lohmann





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