Cosmic Knockout
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CD
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- Genre: Jazz

Cosmic Knockout
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Kurzbeschreibung Samavayo [sanskrit, alt indisch] bedeutet Eintracht, Einheit und einträchtig entscheiden die vier Berliner Großstadtrocker auch, welche musikalischen Schleusen geöffnet werden: "Wir machen nichts anderes, als unsere Musik. Gespeist wird sie aus den gehaltvollen Quellen von Psychedelischem Rock, Funk, Metal, Alternative-Rock der 90er und natürlich dem guten alten Rocksound der 70er. Natürlich sind wir aber auch jahrelang mit Popmelodien berieselt worden. Auch das hat Eingang in unsere Musik gefunden", lassen Sänger Behrang Alavi und Gitarrist Marco Wirth vermelden, "unser Glück dabei ist, dass die Fans exakt das mögen, was wir anbieten." Kein Wunder, wenn sich die Lieder im Ohr so festkrallen, wie es die zwölf Stücke auf ihrem dritten Album "Cosmic Knockout" erneut tun. Geradezu infektiös breiten sich die schlanke Höhen und dicke Tiefen im ganzen Körper aus. motor.de Gitarrenwände in feinster Phil Spector-Manier. Das neue Samavayo Album begeistert dank monumentaler Riffs und Hooks mit Ohrwurmqualität. Wer sein Erstlingswerk auf Nasoni Records veröffentlicht, der darf sich getrost auf die Schulter klopfen lassen, denn das Berliner Independent Label hat in einschlägiger Szene den Ruf, ein Händchen für Kleinodien harter Rockmusik zu haben. Dementsprechend liest sich der Backkatalog unter Kennern wie das kleine Einmaleins psychedelischer Untergrundmusik. Und irgendwo zwischen dem Debütalbum von Stoner Rock-Pionieren Colour Haze, Los Natas und den Trip-Rockern von Vibravoid entdeckt man Samavayo’s Death.March.Melodies!", anno 2005. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2011, gute zehn Jahre Bandgeschichte, ein weiteres Album und diverse EPs sind ins Land gegangen. Nun legen die Mannen um Sänger Behrang Alavi mit "Cosmicknockout" Langspieler Nummer drei vor. Samavayo - "Universe" So viel sei vorweggenommen, dem Algebra-affinen Hörer wird die Rückseite der CD samt Titelliste (siehe unten) sauer aufstoßen. Da fehlt doch was. Track vier? Fehlanzeige. Zählen mit Samavayo funktioniert wie folgt: eins, zwei, drei, fünf. Wer jedoch der anfänglichen Verwirrung nicht allzu viel Bedeutung beimisst, der darf sich auf eine geballte Ladung Gitarren freuen. Bereits der Opener "Cosmic Storm" nimmt keine Gefangenen und fegt in Wall of Sound-Manier die Gehörgänge frei. Phil Spector würde sich wohl, angesichts derart konsequenter Umsetzung seines Schichtprinzips eine Träne aus dem Augenwinkel wischen. Samavayo - "Cosmic Storm" Die vier Berliner machen keinen Hehl daraus, dass ihre musikalischen Wurzeln irgendwo zwischen tiefsten 70ern und frühen 80ern liegen. Und so findet man neben monumentalen Gitarrenriffs á la Black Sabbath mindestens ebenso große Drumrolls und bisweilen das ein oder andere Schlagzeugsolo. Mit "Turnin' / Burnin'" schließt sich der erste Höhepunkt der Platte an. Neben den obligatorisch bratenden Gitarren beweisen Samavayo dabei ein ausgesprochenes Talent für ungemein eingängige, fast poppige Refrains, die jedoch stets die Blickrichtung zum Hardrock halten. Das darauf folgende "Give a Fuck" könnte auch gut als Queens of the Stone Age B-Seite durchgehen. Aus knochentrockener Gitarre und Dave Grohl‘schem Shoutpart kredenzt das Quartett einen schnörkellos-geradlinigen Rocker. Ein weiterer Höhepunkt steht mit "A Song for No One" an. Der Titel beginnt mit langsam groovender Basslinie zu der sich eine effektbeladene Gitarrenmelodie gesellt. Synkopiertes Schlagzeug und Gesang komplettieren den trippigen Einstieg, der jedoch ohne Umschweife vom sägenden Gitarrenriff des Refrains niedergerissen wird. Dem folgt ein abgewandelter C-Teil, der eine gelungene Symbiose aus Strophe und Refrain bildet und den Song kompositorisch abrundet. "Cosmicknockout" ist ein Album, dessen Reminiszenzen von klassischem Hardrock wie Led Zeppelin bis hin zu modernem Stoner Rock Marke QOTSA oder Fu Manchu reichen. Dieser Mixtur mischen Samavayo eine gute Brise Pop bei und kreieren somit äußerst eingängigen Gitarrenrock. Bleibt zu sagen, dass "Cosmicknockout" keine Totalausfälle innewohnen, allerdings auch keine ausdrücklichen Highlights zu verzeichnen sind. Der Graben zwischen den oft progressiven Arrangements der Strophen und poplastigen Refrains ist relativ breit, was dazu führt, dass die Platte hauptsächlich von letzteren getragen wird. Auch leisten die unbetitelten Zwischenspiele wenig Beitrag zum Gesamtkonzept des Albums und wirken mitunter etwas deplaziert. Klar ist jedoch, dass die Band mit ihrem dritten Machwerk einen großen Schritt in Richtung einer eigenen musikalischen Identität getan hat, der lediglich der letzte Feinschliff fehlt.
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