Art Ensemble Of Chicago
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Release Date: 01/01/2013
Im Herbst 1996 lädt der Autor und Musiker Hartmut Geerken das legendäre Musikerkollektiv The Art Ensemble of Chicago zu dem gemeinsamen Projekt NULL SONNE NO POINT nach München ein. Das Projekt ist eine Hommage an die beiden heliozentristischen Philosophen Salomo Friedlaender und Sun Ra. Während der magischen Zeit der Proben, denen die Filmemacher eine Woche lang beiwohnten, gelang es ihnen sowohl die Momente des gemeinsamen musikalischen Experimentierens als auch die Momente des Wartens einzufangen. In den Gesten, den Gesichtern, den Pausen und Interaktionen der einander zuhörenden und miteinander improvisierenden Musiker tauchen wir in den Geist und die Atmosphäre ein, die diesem kreativen Prozess innewohnt. NULL SONNE NO POINT ist der Blick in die Werkstatt des Musikmachens. Der Rhythmus der Übergänge im Ablauf des Probenprozesses lenkt die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche und macht den Ton geradezu sichtbar. Die nahen Einstellungen und Porträts der Musiker sind von großer innerer Spannung und Intimität und lassen uns als Zuschauer auf wunderbare Weise Teil des kreativen Prozesses werden. Auf freie, unkonventionelle Art spielen die Filmemacher mit ihrem Sujet und zeigen, dass die Musik über ihre klangliche Dimension hinaus auch eine Lebensform ist. NULL SONNE NO POINT ist aber auch ein kleines historisches Dokument der Jazz-Geschichte geworden, da der Film die vermutlich letzten Aufnahmen der inzwischen verstorbenen Bandmitglieder Lester Bowie und Malachi Favors enthält. Visions du Réel