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Mandelring Quartett: Maurice Ravel/Fernand De La Tombelle

Maurice Ravel
Barcode 4022143977090
CD

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Release Date: 09/04/2021

Edition: Album
Genre: Classical
Composer: Fernand de la Tombelle, Maurice Ravel
Label: Audite
Number of Discs: 1
Duration: 57.13 minutes

PRODUKTBESCHREIBUNGEN
KURZBESCHREIBUNG
Maurice Ravel bezieht sich in seinem Streichquartett zwar explizit auf das zehn Jahre zuvor entstandene Quartett seines Kollegen Claude Debussy, doch er geht einen ganz eigenen, neuen Weg und findet einen unverkennbaren Ravel-Ton: farbenprächtig, raffiniert, imprägniert von jenem Flair des Artifiziellen, das auch die von ihm so geliebten Porzellan- und Glaskunstwerke, Ziersträucher und Bonsai-Bäume verbreiten. Dabei ist das Quartett aufs Sorgfältigste konstruiert und so reich an ausgeklügelten Details, dass es auch nach vielfachem Hören noch Raum für Entdeckungen bietet. Ein großer Unbekannter und sicher einer der faszinierendsten Protagonisten des französi­schen Musiklebens im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ist Fernand de La Tombelle: Pianist, Organist, Schriftsteller, Astronom, Bildender Künstler, Verfasser eines Breviers über ein traditionelles Rezept mit Foie gras und Trüffeln, leidenschaftlicher Radfahrer - und produk­tiver Komponist: Mehr als 500 Werke umfasst sein Œuvre, darunter eine große Zahl an Kam­mermusikwerken. Das Streichquartett aus dem Jahre 1895 wurzelt in der Tradition der Wiener Klassik und ist doch unverkennbar französisch, hoch expressiv, harmonisch farbenreich und dabei äußerst elegant - ein Werk, das Lust macht, mehr von La Tombelle zu entdecken!

REZENSION
An spannenden Interpretationen des Streichquartetts von Maurice Ravel herrscht kein Mangel. Das Mandelring Quartett fügt nun eine weitere herausragende Einspielung hinzu. Die vier Streicher spüren die dramatischen Effekte auf und geben der Partitur die Spontaneität von Ravels Inspiration zurück. Einerseits ist die Interpretation von Glut, Inbrunst und spannungsgeladener, oft fiebriger Kraft geprägt, die das Beste aus jeder Note herausholt, andererseits fehlen auch Transparenz, Raffinesse und Sinnlichkeit nicht. Für mich ist dies eine der packendsten Interpretationen dieser Komposition, und sie straft alle die Lügen, die behaupten, das Quartett verkörpere nichts als Sinnlichkeit und Grazie. Fernand de la Tombelle (1854-1928) hat an die 600 Werke hinterlassen. Der rührige Baron, der auch Pianist und Organist war, Schriftsteller, Photograph und Maler, Amateur-Astronom und anderes mehr, ist ein französischer Romantiker, der Kammermusik, Opern, Chormusik und Lieder komponiert hat. Wie Ravel hat De la Tombelle nur ein Streichquartett komponiert, aber anders als bei Ravel gibt es kaum Aufnahmen davon und sicher keine herausragende. Nun ändert sich die Lage. Das Mandelring Quartett steigt mit viel Schwung und lyrischem Elan in den ersten Satz ein und spielt das Scherzo ebenso tempo- wie kontrastreich. Darauf folgt ein emotionales Adagio, das zu einem Finalsatz führt, der eher ungeduldig und irritiert wirkt, um schließlich in wie fragend formuliert ruhigeren Passagen den Weg frei zu machen für eine hoch fliegende, unbeschwerte Coda. Damit hat das Tombelle-Quartett endlich eine werkgerechte Auferstehung mit Himmelfahrt geschafft. --Pizzicato Supersonic

Die Informationen über Fernand de La Tombelle (1854-1928) sind spärlich, und erst in letzter Zeit kümmern sich neugierige Musiker um das keinesfalls zu verachtende (Oeuvre des seinerzeit mehrfach ausgezeichneten Komponisten und Organisten sowie Juristen aus einer französischen Adelsfamilie. Seine Mutter – immerhin Schülerin von Liszt und Thalberg – war seine erste Lehrerin. La Tombelles Streichquartett von 1894 atmet einerseits den Duft des französischen Impressionismus, bedient sich aber auch traditioneller Satztechniken. Andererseits hört man eine Nähe zur deutschen Spätromantik. Nicht selten denkt man an die schwüle Atmosphäre und den visionären Ton von Schönbergs Sextett „Verklärte Nacht", das jedoch erst fünf Jahre später entstand. Das Mandelring Quartett sorgt im dichten Satz-Gewebe immer für Durchsichtigkeit und für Konturen mit markanten Akzentuierungen. Es kristallisiert durch gestisch-klares Spiel wichtige Linien heraus. 1902 blickte Ravel mit seinem einzigen Streichquartett noch weit stärker als La Tombelle in eine neue Klangwelt und löste damit in Paris auch Kontroversen aus. Debussy war begeistert, Faure, der Widmungsträger, kritisch. Mit ungeheuer feinen Antennen für das Leichte, Luftige, Duftige, für den Hauch des Rätselhaften nähert sich das Mandelring Quartett Ravels genialem Stück. Jede Sekunde zeigt die intensive Auseinandersetzung. Zwingend sind die wellenartigen Steigerungen aufgebaut. Man „riecht" förmlich, wie das Quartett für die reich „duftenden" und schillernden Farben dieser Musik die richtigen Nuancierungen erspürt. Die Strukturen werden durch abgestufte Artikulationen ganz plastisch. Flirrende Tremoli, klirrende Pizzicati und ein dennoch immer homogener Klang entführen auf berührende Weise in den Zauber dieses Quartetts. --Fono Forum

Für ihre neueste CD haben sie sich ein Herzstück des französischen Quartett-Repertoires vorgeknöpft und neben eine Rarität gestellt. Beides ist der pure Luxus. / [.] treffen die Musiker den richtigen Ton, indem sie die raffinierte Eleganz der Komposition herausarbeiten. Das Klangbild vermittelt das sensible Agieren des Ensembles. Ein rundum gelungenes Album [.] --Rondo / Audio

Track Listing:
1: I. Allegro Moderato. Très Doux
2: II. Assez Vif. Très Rythmé
3: III. Très Lent
4: IV. Vif Et Agité
5: I. Largo Ma Non Troppo - Allegro
6: II. Allegretto Assai Scherzando
7: III. Adagio Con Molto Espressione
8: IV. Allegro Con Brio