Necessarily Two
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Necessarily Two
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DESCRIPTION
PRODUKTBESCHREIBUNGEN
KURZBESCHREIBUNG
Klassik - Jazz Crossover für Klavier und Oboe / Englischhorn. Spannende kammermusikalische Begegnung einer klassischen Oboistin und Englischhornistin mit einem Jazzpianisten. In einem Wort - Barock meets Jazz. Das Album Necessarily Two wurde vom renommierten und international vielfach ausgezeichnete Designer Vladan Srdic (u.a. Taschen Verlag) gestaltet. Die Zeitschrift Elle hat in ihrer Jubiläumsausgabe die Necessarily Two CD als Kulturtipp des Monats Oktober 2008 empfohlen.
REZENSION
Necessarily Two /eine absolut neue, frische Klangfarbe im CD-Regal .Wienert spielt Melodien - und das ist ja eine der Stärken der Oboe, Melodien auszusingen, weite Bögen zu spannen. Wegele hat dafür Songs arrangiert, die in vier Fällen von ihm selbst, größtenteils aber von George Gershwin und von Jazzern wie Mal Waldron stammen. Sie werden mit jenem kammermusikalischen Ernst vorgetragen, mit dem auch Schumann´sche Romanzen zu spielen wären, und verändern ihren Charakter dadurch nicht unerheblich. Jazzfeeling kommt vor allem in den Improvisationen auf, die Wegele … am Klavier einstreut … durch die Verpflanzung der Oboe in die Gefilde des American Songbook bringen die Necessarily Two eine absolut neue, frische Klangfarbe ins CD-Regal. (Kulturmagazin LeonArt, Thomas Miesbach, August/September 2008)
Direkt in das Herz des Songs und des Hörers treffender Klangsinn.Der Klang der Oboe ist vor allem durch die Barockmusik im kollektiven Unbewußten der Musikhörer präsent, der des tieferen Englischhorns eher aus sinfonischen Solopassagen der Spätromantik. Fast immer sind die Doppelrohrblattinstrumente Träger lyrischer Stimmungen; oft wecken sie durch ihre Verwandtschaft zum Hirteninstrument Schalmei pastorale Assoziationen. Seit Bob Cooper und Lester Young in den 50er Jahren haben viele Musiker mit mehr oder weniger Erfolg versucht, der Oboe und dem Englischhorn jazzmäßige Wirkungen abzuringen. Richtig heimisch wurden sie im Jazz nie. Annedore Wienert spielt sie so, wie sie Musikfreunde aus der klassischen Musik kennen und lieben, mit der dazugehörigen traditionellen Artikulationskultur, doch - das ist die Novität - sie tut dies in einem Jazzkontext. Mit einem direkt in das Herz des Songs und des Hörers treffenden Klangsinn geht sie ans Werk, offenbart Finesse und Feeling, ohne je der Versuchung zu erliegen, wirklich Jazz spielen zu wollen. Sie vermag den betörenden Klang ihrer Instrumente mit solch einer Innigkeit zu entfalten, dass man es nicht vermisst, dass sie keinen einzigen Chorus improvisiert. Sie lässt Pretiosen aus dem Great American Song Book und Originals aus der Feder Peter Wegeles in ihrer natürlichen Wirkkraft bestehen. Improvisation überlässt sie Doc Wegele, der weit mehr ist als nur ein kultivierter, sensibler Begleiter an den schwarzen und weißen Tasten, vielmehr, wie schon Sheila Jordan vor Jahren sagte: a wonderful pianist. Inzwischen ist er auch zu einem Komponisten herangereift, dessen Songs sich auch neben jenen aus der Feder von Songwritern wie George Gershwin, Johnny Mandel oder seiner pianistischen Kollegen Jimmy Rowles und Mal Waldron nicht zu verstecken brauchen. (Es ist kein Zufall, daß Gershwin, dieser zwischen Spätromantik, Impressionismus und Jazz vermittelnde Genius für den Löwenanteil des Repertoires verantwortlich zeichnet.) Wegele ist ein Vollblutjazzer, doch er musiziert so, dass man sich wundert, dass je Grenzen zwischen jazzigen und klassischen Tastenspielen gezogen wurden. Er präsentiert seine Werke und seine Neudeutungen ehrwürdiger Songs nicht als auftrumpfender Tastenlöwe, sondern zelebriert sie mit zartem Gespür für Zwischentöne und liebenswürdigen Feinsinn. Der mit den Stücken vertraute Hörer horchet auf: Hier eine geschmackssichere Reharmonisierung oder ein unerwarteter Rhythmus, da verblüffende voicings, dort ein ausgeklügeltes Arrangement. Und, Wunder der Verwandlung, plötzlich klingt ein altvertrauter Jazzstandard streckenweise so, als sei es einmal ein Einfall von Debussy oder Poulenc gewesen. Entstanden ist ein an poetischen Stimmungen reiches Album, dessen Programm man live erleben möchte. Mögen sich die beiden auf Dauer zusammentun! (bayerischer Rundfunk, Marcus A. Woelfle, 2008)
Zum Einstieg swingt Peter Wegele auf dem Piano und beschwingt interpretiert auch die Oboistin Annedore Weinert die Wegele-Komposition Storia . In der Regel überlässt die Berlinerin ihrem Begleiter an den Tasten die jazzige Improvisation, folgt mit der Oboe und dem eine Quinte tiefer gestimmten Englischhorn den ausgeschriebenen und für das Duo arrangierten Melodien. Dabei bringen die aus der Barockmusik und den Orchesterwerken des 19. Jahrhunderts bekannten Instrumente neue Klangfarben ins Spiel. Die Arrangements von Kompositionen aus eigener Feder, aus der von George Gershwin, aber auch von Jazz-Pianisten wie Mal Waldron oder Jimmy Rowles fließen im Allgemeinen ruhig dahin, aufgelockert durch tänzerisch beschwingte Passagen sowie perlende Piano-Linien zu den lyrischen, manchmal im Vibrato hüpfenden, Melodiebögen auf Oboe und Englischhorn. Von durchaus klassischen Charakter ist Gershwins Prelude No.2 . It Ain´t Necessarily So und The Man I Love klingen vertraut und erhalten durch die näselnden Doppelrohrblasinstrumente dennoch neue, interessante Klangfarben. Spannungsvolle Reize gewinnen die Duos zudem durch das Zusammentreffen von auskomponierten Passagen und spontanen Interaktionen. Die aus der Klassik kommende Oboistin baut dabei voll auf den betörenden Klang ihrer Instrumente wie in der Rowles-Komposition - The Peacocks - , versucht gar nicht erst, mit jazziger Phrasierung zu improvisieren, und steht damit in einem anmutigen, ergänzenden Kontrast zu dem Jazzpianisten, der in seiner sensiblen und den Blasintrumenten zuliebe ökonomischen Begleitung die offensichtliche Neigung zur Barockmusik nicht verleugnet. Necessarily Two ist keiner der üblichen Jazz meets Klassik -Versuche. Die Scheibe kann Jazz-Puristen vielleicht nicht zufrieden stellen, ist aber für Jazzer wie Klassiker mit offenen Ohren eine lohnenswertes Hörerlebnis. (Jazzpages, Klaus Mümpfer, 2009)
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