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  • Release Date: 01/01/1999
  • Barcode: 0724384815721
  • Genre: Rock
  • Label Family: Virgin Records
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DESCRIPTION

PRODUKTBESCHREIBUNGEN
PRODUKTBESCHREIBUNGEN
Erscheinungsland: EU
Erscheinungsdatum: 1999
Von Outside bis Earthling, beide im Abstand von nur zwei Jahren in den späten 90ern erschienen, gab das Rock'n'Roll-Chamäleon sein Bestes, um mit den flüchtigen Trends in der Dance-Szene Schritt zu halten. Raus aus der Rolle des Post-Grunge-Industrial-Phantoms, rein in die eines Drum-&-Bass-Meisters. Zwar lieferte er auf beiden Alben durchaus respektable Vorstellungen der beiden Genres, der steife Richtungswechsel aber zeigte, daß die Musik auf beiden CDs im Grunde nur ein modisches Mäntelchen war, das er sich übergestülpt hatte. Auf Hours. nun bringt David Bowie seine musikalische Garderobe auf Vordermann. Zum ersten Mal in seiner Karriere läßt er die Maske fallen. Dieses Album ist eine wirklich gelebte Biographie aus Verlust, Bedauern und Reue. Kühn verbindet er Trip-Hop-Rhythmen und New Wave, Reeves Gabrels' wunderbar ausgefallene Gitarrenriffs, langsame und bedachte Ambient-Tempi und atmosphärische Synthie-Akzente. Das ganze Album ist dabei durchdrungen von einem fremdartigen und reizvollen Pop-Appeal. Mit dieser CD schließt sich ein ironischer Kreis, indem Bowie seine Inspirationen aus einem Musikstil zieht, den er selbst vor Jahrzehnten kreiert hat. Es sieht so aus, als hätte Major Tom endlich nach Hause gefunden -- und welch großartige Heimkehr es ist. --Beth Massa

REZENSION
Gert van Veens und Daphne Mollées fünfte Album-Runde. Vierzehnmal hat das Duo mit tatkräftiger Unterstützung von Freunden und Bekannten an den Reglern alles getan, um dem Partyvolk die Tanzflächenbrenner zu geben, nach denen es lauthals schreit. Konnte man den Vorgänger "Flightrecorder" mit seinen kleinen Spielereien und der sehr großen stilistischen Durchmischung fast als Konzeptalbum verstehen, so ist "21 Hours", direkt und straight produziert, solide Funktionalität. Quazar schaffen ein brillantes Grundgerüst, einen monumentalen Ruhepol aus Baß und Groove, aus dem heraus House, Trance, Tribal Techno und mehr musikalisch Verwandtes nuanciert wird. Wie schon bei "Flightrecorder" sind dazu einige Tracks fließend ineinandergelegt, so daß sich Trennlinien plötzlich als Verbindungspunkte entpuppen, über die im Wellenflug ein Netz gespannt wird, auf dem sich ein typischer Sound ausbreitet: Quazar-Sound.

Daniel Karg / © Intro - Musik & so
mehr unter www.intro.de -- INTRO

Ich bin dann mit der Sphinx gegangen, Dietmar wollte ja bei Terre bleiben. Während der ersten Schritte im Labyrinth der goldschillernden Sphinx, konnte ich noch das angeregte Gespräch der beiden auf der anderen Seite des kolloidalen Vorhangs aus Sternenstaub verfolgen. Doch ein ängstliches Hoffen, mich nicht zu verirren, lenkte mein Interesse bald auf andere Dinge. Sehr komisch war etwa, dass die einzelnen Gänge mit kleinen metallenen Straßenschildern versehen waren. Der Sphinx folgend passierte ich die Lennon-Road, Rue Jacques Brel, den Kraftwerkweg, die Chic-Avenue, Bauhaus Lane, und Kid Montana Straat, bis mich ihre spitzbübisch kichernde Stimme ablenkte. Ohne den Worten wirklich Aufmerksamkeit zu schenken, verstand ich doch was von: Morgens auf vier -, Mittags auf zwei - und Abends auf drei Beinen. - Was war bloß noch die Antwort? @Normal:Bevor mir was Gescheites einfiel, stand ich an der Kopfseite eines von Labyrinthmauern umzäunten Platzes. In dessen Mitte saß ein Mann, der offensichtlich eine Tapete malte,- und in sich versunken murmelte: »Sie muss besser werden als Labyrinth, nur einmal noch besser.« Ohne den Mann zu begrüßen, fragte die Sphinx: »Kommt es letztendlich allein darauf an, ob die Gitarren eingestöpselt werden oder nicht?« Von ihrer Stimme aufgeschreckt blickte er hoch und antwortete erstaunlich prompt: »Davon weiß ich wenig, ich male hier mit den Farben der Vergangenheit und wie mir befohlen, rühre ich sie mit meinen Tränen an«. Immer noch in ihrem eigenartig amüsierten Tonfall erwiderte die Sphinx ein wenig trotzig: »Rätsel sind meine Angelegenheit, bleib du bei deinen Leisten! Sieh dir das Chamäleon des Rocks an, Neil Young! Zwischen Harvest, Zuma, Trans und Mirror Ball liegt nur eine kurze Wegstrecke«. »Für ein unsterbliches Plappermaul wie dich vielleicht«, raunzte der sichtlich erzürnte Maler zurück: »aber ohne Crazy Horse, Crosby, Stills & Nash und Pearl Jam, wäre ja nicht mal er soweit gekommen.« Wie ein Kind im Grundschulalter äffte die Sphinx seine Stimme nach und schimpfte nun auch: »Ohne die Spiders from Mars und Eno, Pop & Visconti würdest du hier gar nicht sitzen. Also erinnere dich an Tin Machine und leg den blöden Pinsel hin!« Entsetzen stieg in mir auf, als ich sah wie der Maler von seinem Hocker aufstand und zu tanzen begann, als (wohl zu seiner Aufmunterung) plötzlich Placebos Version von »20th Century Boy« durch die Gänge des Labyrinths schallte. »Dann lass ich meine Tränen eben sprechen«, sang er als der letzte Ton verklang. Harvest und Hunky Dory, Pearl Jam und Placebo - alles das Selbe? Ist das die Essenz von allem, dass jeder nach allen Träumen, zu sich findet und dann einfach nur seine eigene kleine Geschichte erzählen wird? Ich musste weg von hier, nach draußen ins Leben zurück! Ich wählte die Gary Numan Street, doch sie führte nicht zu einem Vorhang aus Sternenstaub, sondern zu einer verschlossenen Tür. An der Klinke hing ein Schild mit der Aufschrift: »Bei Mutter schmeckt es doch am besten«. Als ich das Schild zur Seite schob und durch das Schlüsselloch blickte, sah ich ein trauriges graues Chamäleon, das eifrig die Wände der Gänge tapezierte. Nein, da ging es wohl nicht weiter, ich musste woanders rauskommen. Draußen vor dem Labyrinth erklärt Terre bestimmt gerade wie man akkurat Lidstrich aufträgt und wenn ich an meine diesbezüglichen Versuche des letzten Herbstes denke, weiß ich, dass ich jene Lektion noch nötig habe. ©SPEX -- SPEX



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