Liquid Sunshine
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Release Date: 01/02/2005
PRODUKTBESCHREIBUNGEN
PRODUKTBESCHREIBUNGEN
CD - EAN 724384720926 1992 war definitiv das Jahr des Keziah Jones. Nicht nur, dass der tiefschwarze Afrikaner, der sich eine Zeitlang seinen Broterwerb in den Metroschächten seiner Wahlheimat Paris verdingt hatte, mit seinem Debütalbum Blufunk Is A Fact weltweit die Charts erobert hatte. Nein, Jones begründete mit dem Label Blufunk gleich auch noch eine eigene Stilschublade für seine Musikrichtung. Blufunk lebt zunächst mal von Keziahs donnerndem Gitarrespiel, das durch sein wüstes Clapping beinahe an eine Bassgitarre gemahnt. Und dann von der kunterbunten Mixtur aus dem Funk eines George Clinton, dem Soul eines Marvin Gaye, dem Jazz eines Miles Davis sowie jeder Menge Psychedelic-, African Music- und Retro-Pop-Einflüssen.
Jones wurde mit dieser aufregenden, sehr emotionalen Mischung zu einem der Newcomer der frühen 90er -- und brauchte sieben Jahre, um gerade mal zwei akustische Nachfolger hinzukriegen. Langrille Numero III, Liquid Sunshine von 1999, steht dabei wesentlich stärker in der Tradition des Erstlings: herrlich-simple Melodien werden von jeder Menge Psychedelic Sound umgarnt, umwoben, gelegentlich verschluckt. Das Meisterwerk eines Hippies der ausgehenden 90er, der sowohl seine Gitarre als auch sein raues Organ blendend einzusetzen weiß. --Michael Fuchs-Gamböck
REZENSION
1992 war's, da sorgte Keziah Jones, Sohn eines nigerianischen Industriellen und Stammeshäuptlings, für Aufsehen in der Szene. "Blufunk Is A Fact" hieß sein Debütalbum, das durch urbane Musik im Spannungsfeld von Blues, Rock, Jazz und Funk bestach. Mit "African Space Craft" besann sich Jones 1995 auf seine afrikanischen Wurzeln zurück. Und 1999, da setzt der ewige Insidertip mit der zweisaitigen Gitarre auf Pop, der konsequent jegliche stilistische Einordnung unterläuft. Falsettgecroone, Spurenelemente des Blues, StringarrangementsWah-Wah-Gitarre: all die Elemente, die TAFKAP, Lenny Kravitz und Maxwell groß gemacht haben, setzt Jones ein. Und benutzt sie (anders als die bestsellenden Kollegen) als Vehikel für Aussagen über die Black Community. "Don't forget the hatred", singt er und "we shall overcome". Und bei dem Titelstück "Liquid Sunshine" setzt er mit 5/4-Takt und fragmentiertem Arrangement programmatisch eine eigene musikalische Duftmarke. Schön unorthodox das alles - und deshalb wahrscheinlich immer noch nicht der große Durchbruch.
© Jazz thing - Josef Engels -- Jazz thing (04/99)
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