The Acoustic Motorbike
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PRODUKTBESCHREIBUNGEN
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CD: Luka Bloom, das akustische Motorrad
REZENSION
Der kuriose Titel von Luka Blooms zweitem Album paßt. Der Ire aus Dublin, der in Washingten DC lebt, ist ein akustischer Saitenzauberer. Und sein stark rhythmisierter Stil braust tatsächlich einem Motorrad ähnlich voran. Dabei wirkt das perkussive Schlagen der Saiten nie maniriert, spielt bei forscherem Tempo nur die Rolle des Motors. Sobald er weniger Folkrocker, mehr Troubadour ist (Be Well), werden die Fingerspiele weicher, fließender - sogar bei L.L. Cool j's I Need Love. Wem Chris Isaak zu melancholisch ist, dem gibt Bloom Auftrieb.
© Audio -- Audio
Nur mit einer Akustik-Klampfe bewehrt, trat er im Juli 1990 auf einer Tour durch kleine Clubs zum Sympathie-Wettbewerb mit der Fußball-Nationalelf an. Die Zuhörer, die solch ein intimes Musikerlebnis dem Massenspektakel auf dem grünen Rasen vorzogen, waren begeistert. Denn Luka Bloom zog alle Register eines veritablen Ein-Mann-Orchesters, mit stürmisch perkussiv traktierten Saiten, lyrischen Melodien, die er mit eindringlicher Stimme vortrug und einem unverkrampften, gewinnenden Auftreten. Der Mann aus Dublin sucht die Live-Herausforderung - und er bestand seine Konzert- Prüfung erstmals im US-Vorprogramm von keltischen Kollegen wie Sinéad O'Connor, den Pogues oder Hothouse Flowers. Doch auch im Plattenstudio ist Luka Bloom ein As. Das bewies sein ungekünstelt aufgezeichnetes Debüt "Riverside" (siehe stereoplay 6/90), und das unterstreicht jetzt nachdrücklich "The Acoustic Motorbike". Der Name ist Programm: Blooms Musik klingt frisch, luftig und natürlich, eben "Acoustic", aber sie hat auch die Power eines PS-starken Feuerstuhls. Solch eine Kraft, die nicht aus der Stckdose kommt, findet man in der einprägsamen Eröffnung "Mary Watches Everything", dem hymnischen "You" und der gefühlvollen Ballade "Be Well", vor allem aber in dem furios vorwärtstreibenden Titelstück und der rhythmisch raffiniert konstruierten "Bridge Of Sorrow". Zwei Cover- versionen gibt es auf "The Acoustic Motorbike": Anrührend singt Luka Bloom Elvis Presleys Millonenhit "Can't Help Falling In Love" von 1961. Bereits als Live-Zugabe kennen Fans seine Fassung von LL Cool J's "I Need Love" - und das kommt auf CD nicht weniger aufregend als auf der Bühne.
© Stereoplay -- Stereoplay