Transkriptionen Für Vier Hände(Liszt/Beeth/Schönb
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CD
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- Genre: Classical
- Label Family: Koch

Transkriptionen Für Vier Hände(Liszt/Beeth/Schönb
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DESCRIPTION
PRODUKTBESCHREIBUNGEN
KURZBESCHREIBUNG
Antony und Joseph Paratore gelten als eines der führenden Klavierduos der Welt und als Spezialisten für ausgefallenes Repertoire mit Höchstschwierigkeiten. Dazu zählen mit Sicherheit Arnold Schönbergs Kammersymphonie Op. 9 in E-Dur in der Fassung Alban Bergs für zwei Klaviere und Franz Liszts hochromantische Sonate h-moll S 178 in der Bearbeitung durch Camille Saint-Saëns. Franz Liszts pianistisches Meisterwerk entstand 1853-53 und kann als Sonatensatz symphonischen Ausmaßes bezeichnet werden. Was die "Mehrsätzigkeit" innerhalb eines Satzes betrifft, so ist sie mit Schönbergs 1906 entstandener Kammersymphonie formell verwandt. Die Verwandtschaft gilt auch für die romantische Grundstimmung beider Werke, denn die Kammersymphonie ist das letzte Werk Schönbergs, das noch die Spätromantik, aus der der Komponist abstammt, zum Ausdruck bringt. Erst nach diesem Werk begann er mit der Entwicklung seiner Zwölftonmusik.
Camille Saint-Saëns und Franz Liszt lernten sich 1852 in Paris kennen, die beiden verband eine jahrzehntelange innige Freundschaft, die auf gegenseitiger Bewunderung basierte, was nicht zu letzt dazu führte, dass beide Komponisten mehrfach Werke des anderen transkribierten. Für Saint-Saëns "rief die reiche Polyphonik der Sonate geradezu auf natürliche Weise eine Version für zwei Klaviere hervor". Auch Alban Berg wollte unbedingt Schönbergs Kammersymphonie transkribieren, am Ende ging er mit diesem Projekt fast vier Jahre, von 1911 bis 1915, schwanger. Ein besonderer Verdienst der Einspielung durch Anthony und Joseph Paratore besteht darin, dass Bergs schlußendliche Version bis heute nicht gedruckt erschienen und also sehr schwer zugänglich ist. "Die klaveristisch hohen Anforderungen, die Schönbergs Kammersymphonie stellt, lösen die Paratores bravourös." (Tagesspiegel)
REZENSION
Seit seinem legendären Sieg beim ARD-Musikwettbewerb 1974 zählt das Klavierduo Anthony und Joseph Paratore zu den besten Ensembles seiner Art weltweit. Das Repertoire der beiden von Publikum und Fachpresse gleichermaßen bejubelten Amerikaner italienischer Abstammung reicht von Bach und Mozart über Bartok und Strawinsky bis hin zur zeitgenössischen Musik. Ihre neue, beim Label Universal erschienene CD mit dem Titel "Transkriptionen für vier Hände" enthält eine Neueinspielung der Sonate h-Moll für Klavier solo in der Fassung für zwei Klaviere von Camille Saint-Saëns sowie bereits in den 1980er Jahren entstandene Aufnahmen der Variationen über ein Thema von Beethoven für zwei Klaviere op. 35 von Camille Saint-Saëns sowie Arnold Schönbergs Kammersinfonie op. 9, bearbeitet für Klavier zu vier Händen von Alban Berg. Diese ältere und neue Aufnahmen unter dem Transkriptionen-Thema zusammenfassende CD bietet eine spannende Dokumentation der künstlerischen Arbeit des Paratore-Duos und zugleich nur selten zu hörende Raritäten. So ist zum Beispiel Alban Bergs Bearbeitung von Arnold Schönbergs Kammersinfonie aus dem Jahr 1914 nicht nur ein bloßer Klavierauszug dieses spätromantischen, schon an der Schwelle zur Atonalität stehenden Instrumentalwerkes sondern eine ganz eigene, für die Ausdrucksmöglichkeiten des vierhändigen Klavierspiels umgeschriebene Version. Berg strebte mit seiner bis heute noch nicht im Druck erschienenen Transkription zudem eine leichte Spielbarkeit der Kammersinfonie an, was angesichts der kompositorischen und emotionalen Vielschichtigkeit des Werkes allerdings nicht gelingen konnte. Und es bedarf schon einer überragenden Virtuosität, Klangbalance und gestalterischen Poesie, um diese so technisch schwere wie musikalisch komplexe Bearbeitung so hinreißend zu interpretieren, wie es den Brüdern Paratore gelungen ist. Mit seiner fantastisch schweifenden und virtuos monumentalen Tastenpoesie in der h-Moll-Sonate hatte Franz Liszt geradezu einen pianistischen Prototypen der Idee des Romantischen geschaffen, der sowohl technisch als auch klanglich an die Grenzen des Instruments stieß. Camille Saint-Saëns, ein enger Freund und Bewunderer Liszts, war so begeistert von diesem Meisterwerk, dass er 1914 eine von Liszt selber schon geäußerte Idee aufgriff und ein Arrangement der Sonate für zwei Klaviere verfasste. Tatsächlich legen Komplexität und Klangvolumen der h-Moll-Sonate eine Transkription im Sinne der Verdoppelung des Instrumentalraumes nahe. Durch die behutsame, nur klanglich orientierte Übertragung Saint-Saëns wird der "Sound" der Sonate wie durch ein akustisches Vergrößerungsglas gleichsam ins Sinfonische gesteigert. Dank der kongenialen, nie auftrumpfen wollenden sondern sensibel aufeinander abgestimmten Interpretation der Paratore-Brüder wird diese Klang-Vergrößerung zu einer faszinierenden Hörerfahrung, die manches polyphone Detail in neuem Licht erstrahlen lässt.
Michael Schmidt -- Bayern 4 Klassik, CD-Tipp vom 8.2.2008
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