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Oh Woe!

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  • Barcode: 4030433772027
  • Genre: Pop
  • Label Family: Glitterhouse
Oh Woe!

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PRODUKTBESCHREIBUNGEN
KURZBESCHREIBUNG
Eine schier unwiderstehliche Mischung aus intimem Lo-Fi-Indie-Rock und tanzbarem, zeitgemäßem Folk
Bei Golden Kanine handelt es sich um eine Alternative-Folk-Band aus Schweden. Gegründet von Linus Lindvall und Andreas Olrog erweitert die Gruppe ein klassisches Rock-Setting um Instrumente wie Mandoline, Banjo und Klavier, um fuzzige Bässe, Harmonium und Posaune. Was herauskommt, ist eine schier unwiderstehliche Mischung aus intimem Lo-Fi-Indie-Rock und tanzbarem, zeitgemäßem Folk.
Die Rechnung geht auf: Golden Kanines Debütalbum "Scissors & Happiness" stieß 2009 auch außerhalb Schwedens auf großes Interesse, es folgten ausgedehnte Touren durch ganz Europa.
Auf "Oh Woe!", ihrem zweiten Album, gehen Golden Kanine ihren eigenen Weg zwischen skandinavischem Kammerfolk und einem sympathischen Indierock-Geschrammel, das manchmal wie eine Akustikversion von J-Mascis-Songs klingt.
Und damit das Ganze nicht allzu unbeschwert klingt, tauchen Golden Kanine ihre Songs in eine an Woven Hand gemahnende Düsternis.

MOTOR.DE
Lustvoll verzweifelt und mit traurigem Banjo – Tod und Verderben klingen doch gar nicht so übel. Ganz hinten heraus, beim allerletzten Song, „Back From The Woods“ scheint sich noch ein tröstlicher Hauch hineinzuschleichen, „it could be so beautiful, if the sun would shine, all i want is shine“, heißt es zart im Duett intoniert und mit molltönender Violine (oder Bratsche?) unterlegt, aber ach: „It shines no more.“ Zurück aus dem Wald, das gemahnt hier an die finsteren Wälder aus den verstörenderen von Grimms Märchen, es sind Stätten ohne Licht und ohne Hoffnung, mit geheimnisvollen Schatten und grausigen Gefahren, von denen man sich nur flüsternd erzählt, um sie nicht herauszulocken aus dem düsteren Unterholz. Man sollte ein Faible für die lustvoll verzweifelteren Seiten des Seins haben, um dieses zweite Album der Schweden so goutieren zu können, wie es ihm zusteht. Ein Blick auf die Titelnamen reicht, um zu wissen, dass hier das Tal der Tränen durchschritten werden soll. Was mit einem Lovecraft’schen „Arkham“ beginnt (wer mag, kann sich hier schon an Hexenverbrennungen und vorzeitliche Untergrundgottheiten erlesener Grausamkeit erinnert fühlen), lässt von „Burial“, „Fire“, „All Must Die“, „The Devil“ oder gar „Oh Lord“ wahrlich nichts aus, was einem zum Thema Tod und Verderben eventuell noch in den Sinn kommen könnte. Es ist ein musikalisch nicht eben fernliegender Ansatz, Folk und Americana so konsequent depressiv auszuloten. Es braucht dazu keinen Lärm, allerdings schon eine gewisse gezügelte Opulenz mit Streichern, Bläsern, natürlich einem Banjo, das bei Golden Kanine allerdings auch alles andere als fröhlich vor sich hin klimpert. Sehr sorgfältig sind diese Beigaben dosiert, mal braucht es ein ganzes Ensemble für einen breitwandigen und durchaus beschwingten Eindruck, mal sorgt eine einsame Trompete oder Fiddel für kompetente Verlorenheits-Atmosphäre. Es ist – das muss man eigentlich schon fast nicht mehr anmerken – ein rundum außerordentlich gelungenes Album, mit wundervollen schön-traurigen Songs, keinesfalls klischeelos, im Gegenteil, aber das auf eine sehr überzeugende und jederzeit beeindruckend inszenierte Weise.

REZENSION
Als vor gut einem Jahzehnt die erste Welle von skandinavischen Americana-Musikern losfegte, war in den Medien gern davon die Rede, dass die Schweden eh die besseren Cowboys wären. Christian Kjellvander vergleicht seit jeher gerne die schwedische Steppe mit dem amerikanischen mittleren Westen, und Golden Kanine liefern den Beweis ab, dass skandinavische Americana-Songs bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt haben.
Doch wer nun denkt, dass die Band aus Helsingborg sich mit ein paar Banjos und tiefem Cowboy-Gesang zufriedengibt, sieht sich getäuscht. Viel eher orientiert sie sich an der Herangehensweise von Wilco: Zerrissene, kaum zu klassifizierende Songs, die durch ihre Referenzen auf die traditionelle amerikanische Songwriting-Tradition zusammengehalten werden, und sich trotzdem grundlegend voneinander unterscheiden. Zumal der reduzierte Einsatz von Bläsern den Songs eine ganz besondere Note gibt. Das Ergebnis ist ein Album voll von intelligenter, detailverliebter, aber trotzdem hochemotionaler Musik. (Eclipsed)

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